Dreams of the Fallen / Leru

In der Ferne schlagen die Trommeln. Dumpf vibrieren ihre Töne unter meinen nackten und ungeschützten Füßen. Nun wissen Sie es. Sie wissen es alle. Bald schon wird der König seine Schergen auf meine Spur ansetzen. Doch dann wird es zu spät sein. Nicht das sie mich kriegen könnten, geschützt durch die dunkle Wüste, verdeckt wie der Mond durch die Wolken. Ich bin nicht mehr als ein Schatten. Leider auch nur ein Mensch. Meine Ausdauer wird nicht ewig halten.
Woher hätte ich auch ahnen können, dass meine Vertrauten die wahren Feinde waren? Ich als Bastard der königlichen Familie bin sowieso nicht mehr wert als die Kakerlaken unter den Mauern des riesigen Schlosses.
Meine Flucht war gut geplant gewesen, naja die beste Planung kann scheitern. Ich habe meine Vorräte liegen lassen müssen. Nun habe ich in der eisigen Luft der Wüste, weder Schutz vor der Kälte, noch vor den Gefahren. Die Situation könnte nicht besser laufen.
„UGH!!!“ Die Luft wurde aus meinen Lungen gepresst, als ich über den Stein stolperte. Meine große Zehe blutete. Mit den wenigen Manareserven wirkte ich Heilmagie und die Wunde verschwand in Sekundenschnelle. Keiner wusste um meine Magiebegabtheit. Sie hätten mich in die Mienen geschickt. Selbst eine Prinzessin war davor nicht sicher, und ich als Bastard schon gar nicht. „PUAH!!“ spuckte ich die restlichen Reste von Sand aus meinem Mund aus. Ich wollte mich schon aufrichten. Doch komischer Weise zerbröckelte der Sand unter meinen Fingern. Es krachte und vibrierte. Im nächsten Moment fiel ich in das schwarze Loch unter mir…

 

Autor: Scarlet Fate



Eine Antwort zu “Dreams of the Fallen / Leru”

  1. Enna sagt:

    Mein Sturz ging schnell und war doch schmerzhaft. Erde rieselte auf mich herab und landete in meinem vor Schreck geöffnetem Mund. „Wäh“ spuckte ich sie aus und richtete mich auf. Das fahle Mondlicht beschien Umrisse meines Unglücks. Ich war in einem Loch gelandet. Nicht sehr tief aber doch tief genug, dass ich den oberen Rand mit meinen Händen nicht erreichen konnte. Ich hatte jedoch keine Zeit zu verlieren und musste weiter. Daher begann ich sofort mit dem Aufstieg. Doch ich kam nicht weit. Nach 2 Fuß über dem Boden der Kuhle rutschte die Erde unter meinen Füßen weg und schleuderte mich zurück auf den Boden. Zusätzlich begann ein größerer Erdrutsch, der mich halb zudeckte. Nun wurde ich panisch. Rudernd befreite ich mich und begab mich erneut zum Rand. Ich wollte einen zweiten Aufstieg beginnen als ich Holz unter meinen Finger fühlte, festes beschlagenes Holz. Dieses befand sich noch halb unter der Erde. Der Erdrutsch hatte einen Teil freigelegt. Da meine Chance hinauszuklettern ohne auf ein Minimum beschränkt war, schaufelte ich das Holz an der Wand genauer frei. Es entpuppte sich als Tür. Keine Haustür. Eine kleine Tür aber auch ohne Türgriff. Stattdessen stand ein bisschen Holz über und ich zog dran. Trotz meiner brenzligen Situation trieb mich die Neugierde. Nach einer Anstrengung öffnete sich die Tär und dahinter kam eine kleine Öffnung zutage. Ein letzter zweifelnder Blick hinter mich und ich machte mich dran hineinzuklettern. Zum Glück war ich von Statur recht klein und konnte mich daher problemlos hindurchzwängen. Dahinter erwartete mich ein kleiner runder Raum. Sofern das Mondlich mich nicht trog, war dieser aus Stein. Stein unter dem Wald.

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